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Freitag, 25. Januar 2008

Fishhooks Deepstack-Tickets bei PokerroomHH zu gewinnen?

Komische Überschrift. Das kann ja eigentlich nicht sein, oder?

Gestern Abend hatte ich Lust auf Entspannungspokern und machte mich auf den Weg ins Fishhooks. Es war eher etwas leerer als sonst, was für die Spieler ja gut ist, weil dann weniger Leute im Abendfinale spielen und die Chancen auf einen rumhreichen Sieg größer sind (Also, Tipp: umbedingt auch mal in der Woche im Fishhook vorbeischauen). Zu gewinnen gab es gestern ein 100 EUR buy für die Esplanade für den ersten, 2 Tickets für das Sonntags-Deepstack im Fishhooks für den zweiten und ein Ticket fürs Deepstack für den Dritten.

Zu meiner Überraschung war Fred S. von PokerroomHH auch im Fishhooks und wartetet gerade bis der nächste Tisch startete. Ich kenne Fred gut, weil ich sehr oft bei PokerroomHH gespielt habe. Wir saßen dann auch nebeneinander und ich konnte mehr oder weniger nur zuschauen wie Fred diesen Tisch dominierte und ich glaube fast alle vom Tisch genommen hat. Damit war er fürs Finale qualifiziert.

Ich hatte noch eine Finalteilnahme von vorletzter Woche in der Tasche und so saß ich dann auch gegen 23 Uhr mit weitern sechs Leuten im Tagesfinale.

Auch hier kann Fred schnell verdoppeln und ist von Anfang an deutlicher Chipleader. Nachdem ich relativ früh gegen Pocket Ks fast vom Tisch gehen musste, kann ich mich aber wieder nach vorne spielen und lande schließlich mit Fred im HeadsUp. Fred hat etwa 10.350 Chips und mir verbleiben ca. 3.650 Chips. In der ersten Hand bei Blinds 200/400 raise ich mit A-9 o auf 1.200... Fred macht etwas Show und macht einen reraise Allin, den ich calle. Er dreht K-9 o um und hat schon etwas schlechte Laune als er mein A-9 sieht. Noch schlechtere Laune hat er allerdings nach den Community cards. Das Board bringt A-9-5-A-A und ich kann mit Quads verdoppeln. Damit liege ich bei 7.300 und Fred bei 6.700. Nach zwei Händen ohne viel Action - ich konnte allerdings Blinds kassieren und covere Fred - bekomme ich im BB J-7 suited und raise auf 1.200. Wieder mach Fred seine üblichen Sprüche. "Was wenn ich jetzt Allin gehe?", "Du callst doch eh nicht wenn ich pushe!" etc, etc. Schon Tausend mal gehört......egal. Fred callt die 1.200 und der Flop zeigt uns A-J-4. Ich treffe also Midpair. Ich spreche zuerst und etwas herablassend setze ich "ungefähr die Hälfte von dem was Du da stehen hast, Fred" und schmeiße 2.000 in die Mitte. Jetzt geht die übliche Fred-Show los und er denkt laut nach und setzt mich auf irgendwelche Hände und macht also große Pokershow. Aber er zahlt die 2.000 und damit weiß ich, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit das A getroffen hat. Ich bereite mich also seelisch darauf vor, dass diese Hand verloren ist und überlege das ich nach dem Turn wahrscheinlich mit einem Check die Hand aufgeben muß, aber da dreht der große Pokergott, in diesem Moment verkörpert von Claudia, einen weiteren Jungen um und ich hab einen Driling! Wie es bis zum River weitergeht, weiß ich gar nicht mehr so genau, aber auf jeden Fall zeigt Fred A-4 und hatte bereits am Turn two pair. Durch sein Slowplay der zwei Paar nach dem Flop (er hat meinen 2.000er Bet nur gecallt) hat er diese Hand verloren. Hätte er meinen Bet gereraised wäre ich sofort aus den Hand verschwunden. So konnte ich mir einen Drilling basteln und gewinne die Hand und das Turnier und darf mich über das Buy in von 100 EUR für die Esplanade freuen.

Der ewige zweite Fred ;-) , Veranstalter von PokerroomHH, gewinnt also zwei Tickets für das Deepstack im Fishhooks was jeden Sonntag stattfindet! Und so kommen wir dann doch noch mal zur Überschrift dieser Geschichte und der großen Frage was macht er jetzt mit den Tickets. Selber spielen kann er nicht, weil er ja immer selbst Veranstaltungen hat also bleibt eigentlich nur eine Lösung:

Der erste der beim PokerroomHH UCI-Freitagsfinale rausfliegt bekommt statt Kinokarten ein Deepstack-Ticket fürs Fishhooks! Perfekte Intra-Pokerveranstalter-wir sind doch alle Freunde-Crossover-Promotion! Oder nicht? ;-)

Ich grüße alle Hamburger Pokerveranstalter aber insbesondere natürlich das Fishooks und PokerroomHH!

PS: noch 6 Tage bis Vegas!

Freitag, 25. Mai 2007

Donnerstag Abend

Sensationelles Wetter. Etwa 26° C. Ein herrlicher frühsommerlicher Abend in Hamburg. Ich hab etwa bis 18.15 gearbeitet war anschl. mit Mia und Emil lange im Park und bin gerade wieder nach Hause gekommen. Es ist etwa 20:45. Gähnende Langeweile setzt ein. Was jetzt tun. Alle engen Freunde und gute Bekannte haben keine Zeit oder Lust etwas zu unternehmen. Ich hab keine Lust zu Hause abzuhängen. Also mach ich mich auf ins Fishhooks.

So richtig mag ich das Fishhooks eigentlich nicht. Irgendwie ist der Laden so dunkel und leicht versifft. Nicht doll – aber eben genug das ich den Laden nicht uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Hat halt noch den Charme einer etwas düsteren Kneipe. Aber was solls – ich bin a froh das die Macher den ersten Pokerclub Hamburgs überhaupt aufgemacht und zum Laufen bekommen haben und wenn gute Leute da sind kann man durchaus einen sehr vergnüglichen Abend erleben.

Ich mache mich also auf den Weg. Parkplatz rappelvoll. Über die provisorische Treppenkonstruktion die jedes Mal etwas instabiler wirkt - ab in die Zockerhöhle. Es stehen zwei Leute herum und es laufen zwei Tische. Ich trage mich auf einem regulären Tisch als siebter auf der Liste ein. Tisch beginnt sobald 10 Mann eingetragen sind.

Ich treffe Dirk B. der an seinem Tisch schon Zuschauer war. Wir plauschen und warten darauf unseren Tisch zu spielen. Es fehlt nur noch eine Person. Dann kommen zwei Superschlauberger hinein und tragen sich auf der gleichen Liste ein. Sprich: Der zweite Typ hat auf dem Anmeldebogen noch handschriftlich Platz 11 hinzugemalt und auf einmal sollen wir zu elft spielen. Ich lege energischen Protest ein. „Schon eng genug an den Tischen und für 15 EUR hab ich keine Lust mit 11 Mann zu spielen“ – Barkeeper schaut etwas hilflos und schiebt es auf den Dealer. Der wiederrum ist grad nicht zu finden. Ich habe wirklich keine Lust und gebe meine bereits gekaufte Spielkarte zurück und bekomme mein Geld zurück. Dann setzt Dirk noch mal nach und erklärt dem Barkeeper das der elfte Mann eigentlich auf den nächsten Tisch warten muß. Dann taucht der verschollene Dealer wieder auf – bestätigt Dirks Aussage und die Karte vom elften Mann wandert wieder zu mir und mein Startgeld wieder an den Barkeeper. So – das hätten wir dann.

Das Spiel verlief eher unspektakulär. Ich verlor über 50% meines Stacks im zweiten Spiel. Hab 9-9 sehr aggressiv mit 400 angespielt - einen Mitspieler gefunden. Flop K-7-6. Ich setze 400 an. Er callt, hat aber meiner Ansicht nach nix getroffen. Die im Flop gedrehte 10 wird wieder von mir mit 400 angespielt und ich kassiere ein Allin raise von meinem Mitspieler. Ich glaube ihm die 10 und folde. Netterweise zeigt er mir seine 10 die er auf der Hand hält (was ich übrigens nicht gemacht hätte – ich zeige nur Karten als taktisches Mittel). Rest des Spiels ist als eher unwichtig einzustufen und ich war dann irgendwann raus aus dem Match.

Mein zweiter Tisch war durchaus spannender. Ich mache mal einen Sprung bis ins HeadsUp. Dort sitze ich einem Nils gegenüber. Beide etwa gleichviel Chips. Es ist irgendwie ganz knisternde Spannung. Wir reden kein Wort. Ehrlich. Wir haben 3 Blindlevels im HeadsUp gesessen und außer Call, Raise, Bet, Reraise, Fold nicht ein Wort miteinander gewechselt. Es war schon fast unheimlich. Etwa 8 Zuschauer, die irgendwie auch nichts gesagt haben. Wenn die Zuschauer was gesagt haben, dann nur flüsternd. Sie wollten uns nicht stören. Fand ich irgendwie cool. Innerlich kam ich mir so vor als seien 9 Kameras auf uns gerichtet und das Finale von irgendeinem großen Event würde gerade übertragen. Beide haben sehr straight ihr Spiel gemacht, dabei aber keine spektakulären Moves gewagt. Nils ist ein guter Spieler und es macht irgendwie Spass gegen ihn zu spielen. Ich verliere letztendlich gegen Nils und war danach dennoch zufrieden (obwohl ich eigentlich nie zufrieden bin wenn ich verliere). Meine Leistung war ok und ich hatte einen spannenden Abend.